druckfrisch

„Als wir vor vielen Jahren Uschi und Uli in dem Film ‚200-Schleusen-bis-zur-Sonne‘ kennenlernten, ahnten wir nicht, dass auch wir einmal den Traum, mit dem eigenen Boot auf französischen Flüssen und Kanälen zu fahren träumen würden.“

Doch dann ist es soweit. Im dritten Anlauf wollen die Erzählerin und ihr Kapitän endlich bis ans Mittelmeer kommen. Aber nach einem Unfall in einer Schleuse scheint der Traum geplatzt zu sein. In dem Wohnboothafen, in den sie sich zurückgezogen hat, wird die Erzählerin von Ängsten geplagt und verfällt in eine dumpfe Starre, die erst durch die Begegnung mit einem Hausboot namens „Aventure“ durchbrochen wird.

Jetzt überall erhältlich:

„Gestrandet in Cusey – von einer schrecklich schönen Bootsreise ans Mittelmeer“, Barbara Piotrowski, Edition Winterwork, ISBN: 978-3-96014-581-3

Flüssige Highlights von einer Landpartie durch den Balkan, 2019

Kanal von Korinth und Kalamaris-Wasserfall bei Giavola, Griechenland
  • aufgestauter Fluss Drin bei Koman, Albanien
  • Fluss Vrbas bei Banja Luka, Bosnien und Herzegowina
  • Fluss Una bei Bihac, Bosnien und Herzegowina
  • Fluss Kir bei Shkodër, Albanien

aufgestauter Drin bei Koman, Albanien; Vrbas bei Banja Luka, Bosnien und Herzegowina; Una bei Bihac, Bosnien und Herzegowina, Kir bei Shkodër, Albanien

Blau und grau wie die Adria

am Morgen mit Insel Korfu in Griechenland
mittags in der Bucht von Kotor in Montenegro
am Abend mit den schwarzen Bergen von Montenegro

Große Binnenseen

Abendstimmung am Skutarisee in Albanien und Ohridsee vor einem Gewitter in Nordmazedonien

und noch einmal die Farbe türkis

Quelle Blue Eye (Syri i kaltër) bei Sarandë, Albanien
Neretva in Mostar, Bosnien und Herzegowina

druckfrisch II

In Frankreich mit dem Boot unterwegs zu sein, ist etwas ganz Besonderes. Es ist eine eigene Welt: abgeschieden, verträumt und voller Abenteuer. Sie ließ mich nicht mehr los, auch nicht als wir schon lange wieder zuhause waren. Also begann ich zu schreiben.

Von unserem Traum und wie er begann, wie wir das uns unbekannte Wasserwanderland eroberten. Ich schrieb von unseren Abenteuern mit dem Kettenmonster, der Wasserpest oder dem Gipfelkreuz. Ich ließ weder den Schleusenkoller aus, noch verschwieg ich die mich immer wieder durchströmenden Glücksgefühle auf der Reise. Aber das Wasserwandern auf den Flüssen und Kanälen birgt noch vieles mehr. Ich wollte die wunderschönen Landschaften im Burgund nicht vergessen und die dörflichen Idyllen, die uns leider nicht alles erzählen konnten, was wir von ihnen wissen wollten. Und selbstverständlich durften auch unsere Begegnungen mit den Wasserwanderern aus aller Welt nicht fehlen.

Aber mit dem Entstehen der Geschichte unserer Traumreise zum Mittelmeer haben sich ganz unmerklich alle auftauchenden Figuren, auch mein Kapitän und ich, selbständig gemacht. Sie haben die Realität verlassen, sie auf jeden Fall verändert. So verändert, dass ich manchmal selbst nicht mehr weiß, was wir wirklich erlebt haben.

So ist eine Reiseerzählung mit autobiographischen Bezügen entstanden, ein „Bootsmovie“, das die Grenzen des Reiseberichts überwindet und dennoch authentisch ist.

Einmal mit dem eigenen Boot ans Mittelmeer reisen, davon träumt die Erzählerin in der jetzt erschienenen Reiseerzählung und macht sich mit Mann und Boot auf den Weg. Nach einem Unfall in einer Schleuse wird sie von Ängsten geplagt, der Traum scheint geplatzt zu sein. Erst die Begegnung mit dem Hausboot namens „Aventure“ durchbricht die dumpfe Starre, in die sie in der Geborgenheit eines alten Wohnboothafens gefallen war.

Gestrandet in Cusey ist ein „Bootsmovie“, die Reise wird zur Metapher für Freiheit und Abenteuer wie auch der Überwindung eigener Ängste. Gleichzeitig ist das Buch eine Hommage an das Reisen auf dem Wasser und die verwunschene und zugleich abenteuerliche Welt der französischen Flüsse und Kanäle.

 Jetzt überall erhältlich:

„Gestrandet in Cusey – von einer schrecklich schönen Bootsreise ans Mittelmeer“, Barbara Piotrowski, Edition Winterwork, ISBN: 978-3-96014-581-3

Vom Wasser aus

Ab dem kommenden Herbst werde ich hier immer einmal wieder etwas einstellen: Texte, Bilder und Filme, die „vom Wasser aus“ betrachtet werden, gewendet und beleuchtet, auf jeden Fall anders, als man es vielleicht erwartet.

Zum Beispiel eine Serie über Lavoirs, französische Waschhäuser, nach dem Motto „Wasser ist zum Waschen da“ oder ein Beitrag über die 11fountains, das internationale Kunstprojekt von Leeuwarden-Friesland 2018 unter dem Titel „11fountains oder der lange Weg zur Wasserkunst“. Einige der Brunnen sind bereits in der Bildergalerie zu sehen.

Lavoir in Dommarien, Frankreich 2018